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Alles Kupfer – oder was?

Kupferspirale – Kupferkette - Kupferball

Die Kupferspirale – auch Intrauterinpessar (IUP) genannt - ist ein T­ oder hufeisenförmiger Kunststoffkörper, dessen Mittelstück mit Kupferdraht umwickelt ist. Seine Form dient zur zuverlässigen Platzierung der Kupferspirale in Deiner Gebärmutter. Einige Kupferspiralen enthalten zusätzlich auch Gold­ oder Silberlegierungen.

Die Kupferkette besteht aus einem Faden, an dem 4 Kupferringe aufgereiht sind. Die Kette wird an einem Knoten mittels einer Nadel in Deiner Gebärmutter verankert und wächst dort fest.

Der Kupferball besteht aus 17 Kupferperlen, die auf einem Polymerfaden aufgefädelt sind. Nach dem Einsetzen in Deine Gebärmutter formt sich der Faden mitsamt der Kupferkugeln zu einer kugeligen Form.

Die schweizerische Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (SGGG) hat zuletzt darauf hingewiesen, dass eine genügend hohe Verhütungssicherheit des Kupferballs wissenschaftlich nicht ausreichend belegt ist.

Wie wirken kupferhaltige Methoden?

Die Wirkweise kupferhaltiger Methoden beruht auf einer spermiziden Wirkung der Kupferionen. Zudem verursachen sie als Fremdkörper eine sterile Entzündungsreaktion, durch die sich die Beschaffenheit der Gebärmutterschleimhaut verändert. Es verringert sich auch die Beweglichkeit und Lebensdauer der Samenzellen.

Falls Du Schmerzen während Deiner Menstruation hast, können diese stärker auftreten, da kupferhaltige Methoden Deine Blutungen um bis zu 30% verstärken können.

Solltest Du die Kupferspirale oder Kupferkette nicht vertragen oder schwanger werden wollen, kann man beide Mittel jederzeit entfernen. Auch Deine Fertilität – also die Möglichkeit, wieder schwanger zu werden – normalisiert sich wieder.

Wie werden kupferhaltige Methoden eingesetzt?

Die Kupferspirale und die Kupferkette werden von Deiner Frauenärztin direkt in die Gebärmutter eingesetzt – meist während der Periode, da in dieser Zeit der Gebärmuttermund geweitet ist. Ihren korrekten Sitz solltest Du regelmäßig überprüfen lassen. So sollte ihre Lage nach 4 – 12 Wochen bzw. nach der nächsten Menstruation erstmals kontrolliert werden und danach mindestens einmal jährlich.

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Steckbrief kupferhaltige Methoden

Pearl-Index*

0,6–1

Wirkweise

Hauptwirkungen:

  • Kupferhaltige Methoden verhindern die Befruchtung der Eizelle
  • Kupferhaltige Methoden stören die Spermien­-Eizelle­-Annäherung

Anwendung

  • Wird von einer Fachärztin in die Gebärmutter eingesetzt
  • Die Spirale kann meist 5 Jahre in der Gebärmutter bleiben

Für wen

  • Für Frauen, die auf die Gabe von Östrogen verzichten sollen, wie z.B. stillende Mütter, starke Raucherinnen und stark übergewichtige Frauen
  • Für Frauen, die keine Östrogene vertragen
  • Für Frauen, die keine Östrogene wünschen
  • Für Frauen, die keine tägliche Einnahme wünschen

Nebenwirkungen

Zu weiteren Risiken und Nebenwirkungen lies bitte die Packungsbeilage und frage Deine Ärztin oder Apothekerin

+
  • Anwendung alle 5 Jahre (je nach Produkt)
  • Hormonfrei
  • Während der Stillzeit anwendbar
  • Die Zuverlässigkeit wird nicht durch Durchfall/ Erbrechen beeinträchtigt
-
  • Muss vom Arzt eingesetzt und entfernt werden
  • Regelmässige Kontrolle empfohlen
  • Änderung des Blutungsmuster möglich (keine monatliche Blutung, ggf. Zwischenblutungen)
  • Besonders in den ersten Monaten kann es zur Abstossung der Spirale kommen

* Der Pearl­-Index ist das Beurteilungsmaß für die Sicherheit/Zuverlässigkeit von Verhütungsmitteln: je kleiner der Pearl-­Index, desto sicherer die Verhütungsmethode. Wenden 100 Frauen ein Jahr lang das gleiche Verhütungsmittel an und treten in diesem Zeitraum drei Schwangerschaften auf, so beträgt der Pearl­-Index 3. Nähere Informationen zu den hier beschriebenen Therapiemethoden erhältst Du bei Deiner Ärztin.

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CH-XPL-00015, erstellt im August 2019

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